
Der Ahorn ist ein sommergrüner Laubbaum mit dem botanischen Namen Acer. Es sind je nachdem wer zählt - etwa 110 bis 200 Arten des Baumes bekannt. Der Name stammt aus dem lateinischen und bedeutet scharf oder spitz, was sich auf die Blätter bezieht.
Er ist in ganz Europa, Amerika, Asien und besonders in den Mittelgebirgen heimisch. Ahorn findet man häufig in Parkanlagen oder in Gärten.
Während im deutschsprachigen Raum Berg-Ahorn, Spitz-Ahorn und Feld-Ahorn am bekanntesten sind (daneben zählen aber auch Tatarischer Steppenahorn, Französischer Ahorn und Schneeball-Ahorn zu den einheimischen Unterarten), kommen beispielsweise in Kanada folgende Unterarten vor: Silver, Sugar, Douglas,Black, Red, Bigleaf, Striped, Mountain, Vine und der Manitoba-Ahorn.
Die Unterscheidung in europäischen und kanadischen Ahorn, wie sie oft im Zusammenhang mit Parkett verwendet wird, ist also etwas unpräzise.
Mit Ahornbäumen verwechselt werden oft die als Strassenbäume gepflanzten ahornblättrigen Platanen.
In jungen Jahren wächst Ahorn recht schnell. Das Wachstum verlangsamt sich dann aber. Der Baum wird etwa 30 bis 40 m hoch und kann einen Durchmesser von 1,5 m erreichen. Ahornbäume können ein Alter von 400 Jahren, teilweise sogar mehr, erreichen. Sie werden zur forstwirtschaftlichen Nutzung aber meist im Alter zwischen 120 und 140 Jahren gefällt.
Die Rinde ist in der Jugend glatt mit graubrauner Farbe und erhält mit zunehmenden Alter Schuppen. Die Farbe ändert sich zu gelbbraun. Die Äste sind schlank.
Die Blätter des Baumes werden 15 – 20 cm lang und sind fingerförmig angeordnet.
Im Herbst färben sie sich zu einem goldenen gelb. Die Blüten werden 8 -10 cm lang, sind gelblich grün und reifen in den Monaten April und Mai. Sie werden mit den Blättern sichtbar.
Die Früchte des Baumes bestehen aus zwei beinahe waagerecht angeordneten "Flügeln". Durch ihre spezielle aerodynamische Form rotieren sie beim Herabfallen und können durch den so verlangsamten Fall weiter verteilt werden.
Der Ahorn ist anspruchsvoll, was seinen Standort betrifft. Er bevorzugt einen Boden der sehr nährstoff– und wasserreich ist.
Ahornbäume verfügen über sogenannte Herzwurzeln. Die Hauptwurzel, die senkrecht in die Erde reicht, ist sehr fest mit dem Boden verankert. Die Windbruchgefährdung ist verhälnismäßig gering.
Das Holz des Ahorns ist sehr hell (europäischer Ahorn ist fast weiss) und zählt zu den Edelhölzern. Durch die weißliche bis rose Färbung unterscheidet sich das Kernholz vom Splintholz kaum. Die Beschaffenheit des Holzes ist zäh, hart und elastisch. Es schwindet kaum und lässt sich gut drechseln.
Verarbeitet wird das Edelholz gerne zu Tischplatten oder Parkettboden, da hier die feine Maserung besonders gut zur Geltung kommt. Aber auch zur Möbelherstellung und für den Innenausbau wird Ahorn häufig verwendet.
Ahorn gehört zur Dauerhaftigkeit Klasse 5. Das bedeutet, dass es relativ anfällig gegenüber Pilz und Insekten und somit nicht dauerhaft ist.
Zugfestigkeit: 80 – 140 N/mm2
Druckfestigkeit: 46 – 62 N/mm2
Biegefestigkeit: 85 – 135 N/mm2
Schwindmaß: längs: 0,5% radial: 3,0% tangential: 8,0%
Härte nach Brinell: 26 – 34 N/mm2
Neben Buche und Esche wird Ahorn oft als Problemholz bezeichnet.
Diese Bezeichnung verdankt das Holz einigen besonderen Eigenschaften:
Die Holzstruktur hat eine starke Kappilarwirkung und saugt Flüssigkeiten schnell auf. Darauf beruht auch das relativ aggressive Quell- und Schwindverhalten von Ahorn.
Viele Parketthersteller geben Ahorn nicht für eine Verlegung auf Fussbodenheizungen frei.
In Kenntnis der besonderen Eigenschaften und unter Beachtung der sich daraus ergebenden Verhaltensregeln lässt sich Ahorn vom Fachmann trotzdem sehr gut verarbeiten.
Ahorn ist sehr dicht, kann aber dennoch gefärbt werden.
Je nach Unterart vergilbt ein Ahornboden im Einfluß von UV-Licht über die Zeit relativ stark ins gelbliche.
Dieser Effekt kann mit Lauge vorab verhindert werden.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir das komplexe Thema Holz und Oberflächen mit unseren Hinweisen nur allgemein ansprechen können. Eine Haftung ist ausgeschlossen. Die Verwendung unserer Ratschläge liegt in Ihrer eigenen Verantwortung.
Für detailierte Informationen verweisen wir auf die Hinweise der jeweiligen Hersteller und Fachhandwerker.
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